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Traumatisierung, Trauma

Allgemeines

Traumatische Erlebnisse beeinflussen das Leben jedes Betroffenen. Ein Trauma stellt einen  Wendepunkt im Leben des  Betroffenen dar. Wenn es nicht gelingt, dieses Trauma zu verarbeiten,  wird das Leben nie mehr so, wie es einmal war.  Insbesondere bei schwerer Traumatisierung wird  das Trauma zum traurigen Mittelpunkt des Lebens. 

Die Schwere des Traumas kann von verschiedenen Faktoren abhängen wie:

  • Alter des Betroffenen: Bei Kindern und Jugendlichen kann dieser Einfluß noch einschneidender  sein, da sie noch von  den Erwachsenen abhängig sind, komplexe Zusammenhänge - je nach  Entwicklungsstadium - noch nicht erfassen  können und weil sie durch ihre soziale Umwelt  besonders verletzbar sind. 
  • Ist der Betroffene direkt oder als Zeuge in das traumatische Erlebnis involviert gewesen? 
  • Ist die Traumatisierung einmal, mehrmals oder immer wieder erfolgt? Über eine kürzere oder  längere Zeitspanne? 
  • Sind irreversible körperliche oder auch geistige (z. B. bei einem Unfall) Schäden entstanden?. 
  • Persönlichkeit, Konfliktbewältigungsfähigkeit, soziale Situation und Einbindung (Ist die soziale  Umwelt fähig zu  stützen?) u. a. 

Charakteristische Folgen von traumatischen Erfahrungen sind das Auftreten von Albträumen,  Flashbacks, Ängsten und  Depressionen. "Flashback" bedeutet, dass in alltäglichen Situationen  selbst nach Jahrzehnten plötzlich die traumatische  Erfahrung vor dem inneren Auge auftaucht und  man das Trauma mit allen seelischen Schmerzen (Panik, Hilflosigkeit,  Ausgeliefertsein,  Hoffnungslosigkeit, Todesangst etc.) wiedererlebt.

Ca. 70% der posttraumatischen Belastungsreaktionen gehen auch mit psychosomatischen  Beschwerden einher. 
Besonders schwerwiegend sind die Folgen, wenn  die Erlebnisse wiederholt auftraten oder wenn  sie besonders  dramatisch waren, wie bspw. im Krieg oder in der Gefangenschaft oder im  Zusammenhang mit Folter. Es handelt sich  dabei in der Regel um Situationen und Ereignisse, in  der die psychische oder physische Existenz bedroht war oder  bedroht zu sein schien.

Da wir in der glücklichen Situation sind, seit mehr als 50 Jahren in keinen Krieg verwickelt gewesen  zu sein, spielen  auch die damit verbundenen Traumata in der therapeutischen Praxis keine Rolle.  Ich nenne an dieser Stelle Beispiele,  die für die in den Therapien zu bearbeiteten Problme  charakteristisch sind: Eine junge Frau bekommt Panik, wenn sie  über die Kreuzung fährt, auf der  ihr Unfall passierte. Eine Frau mittleren Alters bekommt seit dem Unfall Angstzustände,  wenn sie  in der Dämmerung fährt. Der Unfall war in der Dämmerung passiert. Nach einem Überfall traut sich  das Opfer  nicht mehr in der Dunkelheit auf die Straße, auch wenn er sich sicher sein kann, daß  nichts passieren wird. 

Oft sind die Spätfolgen traumatischer Erfahrungen aber viel komplexer und für die Betroffenen  wesentlich belastender als  bei den genannten Beispielen. Sie können die Lebensqualität in einem  ganz erheblichen Maße beeinträchtigen. Dafür  sind nicht nur die Flashbacks verantwortlich. Selbst  nachts findet der Betroffene keine Ruhe, weil ihn Albträume mit  Panik und Angstschweiß und  Herzrasen aus dem Schlaf reißen. Depressionen die im Zusammenhang mit Traumata  auftretenden sind oft die Folge der stark verminderten Lebensqualität. Werden die negativen Affekte  (Gefühle) gelöscht,  löst sich oft auch die Depression auf. 

Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen

Von posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Kindern und Jugendlichen wird im klinischen  Alltag besonders im  Zusammenhang mit besonders belastenden Erlebnissen wie  Naturkatastrophen, Unfällen und Erlebnissen von sexueller  oder nichtsexueller Gewalt gesprochen.  Traumatisierungen können bereits sehr früh und auch schon im Mutterleib  geschehen. Beispiele  für frühe Traumatisierungen sind misslungene Abtreibungen, schwere Geburten, Gewalt am Baby,  vom Wickeltisch fallen uvam. 

Typische Folgesymptome sind emotionale Taubheit, autonome Übererregung und Flashbacks. Die  emotionale Taubheit  zeigt sich in vermindertem Interesse an zuvor bedeutsamen Dingen, an  Entfremdungsgefühlen und an Gefühllosigkeit.

Auch die Wahrnehmung einer verkürzten Zukunft ist typisch. Beispielsweise glauben die  Betroffenen nicht mehr daran,  jemals erwachsen zu werden oder die Schule zu beenden. Sie  sorgen sich übermäßig, dass Familienmitgliedern oder  Freunden etwas zustoßen könnte. Darüber  hinaus verlieren die Betroffenen teilweise schon erworbene Fähigkeiten und  zeigen regressives  Verhalten. Eine erhöhte autonome Erregung führt zu Wachsamkeit, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit  und Aggressivität. Die Betroffenen haben Schlaf-, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten.  Leistungsstörungen,  die vor dem Trauma bestanden, werden verstärkt, und die Schulleistungen  lassen nach. 

Es gibt eine große Vielzahl von verschiedenen körperlichen und psychischen Symptomen, die bei  traumatisierten  Kindern und Jugendlichen auftreten können. 

Die Symptome können schon wenige Stunden oder Tage nach einem Trauma auftreten. Sie  beeinträchtigen die  Sozialkontakte, das Familienleben und die schulischen Leistungen der  Betroffenen erheblich. Die traumatisierten Kinder  klammern sich beispielsweise an ihre  Bezugsperson oder sind auffällig aggressiv. Sie zeigen Angst vor Dunkelheit oder  dem Alleinsein  und haben häufig Bauch- oder Kopfschmerzen. 

Charakteristisch für posttraumatische Belastungsstörungen ist das Auftreten von Flashbacks. Wie  der Name schon sagt  befinden sich die Betroffenen wie ein Blitz aus heiterem Himmel wieder in  der traumatischen Situation. Eine bewusste  oder unbewusste Assoziation, beispielsweise ein  Geräusch, ein Gegenstand, ein Wort, eine Geste o. a. kann  ausreichen, um den Traumatisierten  wieder in das traumatische Erleben zurückzureißen, was für die Betroffenen sehr  belastend ist.  Diese Flashbacks treten oft aus völligem Wohlbefinden und ohne erkennbaren Anlass auf. Weil  einzelne  Erinnerungsreize ausreichen, um Symptome, starke Emotionen oder auch Flashbacks  auszulösen, stelle die  Konfrontation mit Erinnerungen an das Trauma oft eine starke Belastung für  die betroffenen dar. 

Traumatherapie mit Hypnose

Hypnose wird schon lange zur Behandlung von Traumafolgen angewandt. John.G. Watkins, der  "Erfinder" der  hypnotischen Arbeit mit Persönlichkeitsteilen (Ego State Therapie) beschrieb bereits  in den 50er Jahren in seinem Buch  "Hypnotherapy of War Neuroses" eine sehr einfache wie auch  schnelle und effektive Behandlungsmethode, die  erfolgreich an tausenden Kriegsveteranen  durchgeführt wurde. In einer Altersregression wird der Traumatisierte zu der  zentralen  traumatischen Erfahrung zurückgeführt. Dann wird eine Abreaktion der unterdrückten Emotionen  ausgelöst,  wodurch die Symptome verschwinden. (Hypnose war nach dem Vietnamkrieg in den  USA Hauptbehandlungsmethode für  posttraumatischer Belastungsstörungen.) 

Die ehemals traumatische Erfahrung wurde dadurch neu strukturiert und neu organisiert. Danach  war sie nur noch eine  Erinnerung, die keine keine „negativen“ Emotionen und körperliche  Symptome mehr auslöste.

Folgen schwerer Traumata lassen sich  häufig auch dann behandeln, wenn die  Betroffenen über  eine jahrelange  Leidensgeschichte berichten. 

Traumatherapie mit Energie-Meridian-Therapien

Energie-Meridian-Therapien sind ebenfalls hervorragender Weise geeignet, posttraumatische  Belastungsstörungen zu  behandeln. Jedes Symptom ist mit einer oder mehreren energetischen  Blockaden im Meridiansystem verbunden. Man  lässt den Patienten das traumatische Ereignis  erinnern und löst alle auftretenden Energieblockaden auf. Bei schweren  Traumatisierungen kann  man sich dem Trauma langsam und schrittweise nähern, so dass eine zu starke emotionale  Belastung vermieden werden kann.

Wenn die Energieblockaden, die im Zusammenhang mit der Erinnerung an das traumatische  Ereignis auftreten,  aufgelöst wurden ist das Ereignis neutralisiert, die Symptome sind dauerhaft  verschwunden. Um es bildlich zu sagen:  den Film (die Erinnerung) gibt es noch, aber der Schrei  auf der Tonspur ist gelöscht. Selbst schwere Traumata können  auf diese Weise erfahrungsgemäß  schnell und wirksam behandelt werden.

Je nach Häufigkeit, Schwere und Frühe der Traumatisierung wende hat sich entweder eine reine  Hypnosetherapie  bewährt (für schwerste Traumatisierungen) oder eine Kombination von Hypnose  mit Energie-Meridian-Therapien.

In den letzten Jahren habe ich neben schweren frühen Traumatisierungen (körperlicher, seelischer  oder auch sexueller  Missbrauch häufig auch Patienten behandelt, die durch Überfalle  (Banküberfälle, Überfälle mir Raub und körperlicher  Verletzung oder auch Traumatisierung durch  Unfälle mit Schock, Schmerzen und Todesangst).

Bei einmalige Traumatisierungen, die erst wenige Monate oder auch Jahre zurückliegen lassen  sich erfahrungsgemäß  recht schnell wirksame Erleichterungen erzielen. Oft sind nur eine oder  wenige Sitzungen erforderlich. Die Erinnerung  und die Bilder bleiben bestehen (sie werden nicht  verdrängt oder gar abgespalten). Die von den Erinnerungen ausgelösten  “negativen” Affekte und  Symptome sind jedoch neutralisiert und regelrecht aus dem System gelöscht.