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Raucherentwöhnung mit Hypnose

Artikel

  • Artikel im "Medizinreport" zu Raucherentwöhnung mit Hypnose
  • Rauchen macht alt
  • Spätestens mit 35 sollte man aufhören zu rauchen
  • Blutgefäße gesunden nach dem Rauch-Stopp
  • Studie: Rauchende Jugendliche stehlen häufiger
  • Rauchen ist ungefährlich. Gezeichnet Dr. Marlboro

Statistische Erhebungen zeigen, dass das Rauchen jedes Jahr mehr Menschen tötet als  Verkehrsunfälle, AIDS, Drogenmissbrauch, Selbstmord und Alkohol zusammen.

Allein in Deutschland gibt es 20 Millionen Raucher. 6,8 Millionen von ihnen sind tabakabhängig im  Sinne einer Sucht.

Etwa nur drei Prozent aller Raucher schaffen es, aus eigener Kraft dauerhaft mit dem Rauchen  aufzuhören. Akupunktur, Nikotinpflaster, Ratgeber oder Pillen werden meistens vergeblich  angewendet.

Bei der Tabakabhängigkeit handelt es sich um eine international anerkannte Erkrankung, die mit  einer eigenen Diagnose in die Internationale Klassifikation der Krankeiten (ICD-10) aufgeführt ist.

Raucherentwöhnung ist einer der Bereiche, in denen Hypnose seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt wird. 

Wichtig: Wie auch bei der Behandlung von psychischen oder körperlichen Beschwerden ist bei der  Raucherentwöhnung die Behandlungsmotivation und die Mitarbeit des Patienten für den Erfolg erforderlich. 

Es ist wichtig, dass man aus eigenem Antrieb aufhören will und nicht nur deshalb zur Sitzung  kommt, weil man vom Arzt oder von seinem  Partner zur Raucherentwöhnung geschickt wird. Die  Hypnose ist eine starke Unterstützung bei Ihren Bemühungen, das Rauchen endgültig  aufzugeben. Der Therapeut kann Ihnen jedoch nichts  “weghypnotisieren”, was sie selbst nicht  wirklich loswerden wollen.

Wenn Sie ein Wundermittel suchen, dass Sie ohne eigene Anstrengungen zum Nichtraucher  macht, dann sollten Sie jetzt aufhören weiterzulesen. Wenn Sie allerdings eine Hilfe suchen, Ihre  eigenen Bemühungen sehr viel erfolgreicher werden zu lassen, dann sind Sie mit der Hypnose bestens bedient. 

Vorbereitung der Hypnosesitzung

Zunächst fragen Sie sich bitte, ob Sie WIRKLICH bereit sind, das Rauchen aufzugeben oder ob  Sie sich nur anmelden wollen, weil Ihr Partner oder der Arzt darauf drängen.

Bitte bringen Sie folgende Informationen in Stichpunkten zur Sitzung mit (Sie können sie mir auch  einen Tag vorher per Mail zuschicken, aber bitte nur in Stichpunkten):

  • Warum wollen Sie mit dem Rauchen aufhören? Bitte alle wichtigen Gründe aufführen.  (Gesundheit, Geld, Aussehen, Leistungsfähigkeit, Außenseiter sein, ...)
  • Wie lange rauchen Sie und wie viele Zigarretten pro Tag?
  • In welchen Situationen rauchen Sie? (Stress, Enttäuschung,  Aufregung, Langeweile,  Alleinsein, immer nach dem Aufstehen, beim Frühstück ...).
  • Welche Gefühle verbinden Sie mit dem Rauchen?  
    • Ich hasse mich dafür, dass ich rauche. 
    • Ich rauche gern.
    • Ich rauche, um zu entspannen.
    • Ich kann nur beim Rauchen abschalten.
    • Ich rauche, um mit dazuzugehören.  
  • Wie oft haben sie schon versucht, aufzuhören und mit welchem Erfolg?
  • Wie haben Sie sich gefühlt?  
    • Ich halte mich für einen Schwächling, weil ich nicht aufhören kann.
    • Meine Frau hat mich ausgelacht.
    • ...  
  • Warum haben Sie wieder angefangen zu rauchen?
  • Haben Sie schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen? Wenn ja, welche und mit  welchem Erfolg?
  • Wird Ihnen etwas Wichtiges fehlen, wenn Sie nicht mehr rauchen? Wenn ja, was?
  • Wie wird sich Ihr Leben positiv verändern, wenn Sie ein Nichtraucher sind?

Rauchen Sie vor der Hypnosesitzung lange genug NICHT, so dass Sie mit einem starken  Verlangen zu rauchen zur Hypnosesitzung kommen. Wenn möglich, rauchen Sie den ganzen  Tag vor der Sitzung nicht. Sie werden in der Sitzung erleben, wie sich das Verlangen zu rauchen  schnell und vollständig auflöst!

Bringen Sie Zigarretten und Feuerzeug/Streichhölzer mit. Wenn Sie am Ende der Sitzung die  Zigarrette in die Hand nehmen, werden Sie erleben, dass das Verlangen zu rauchen vollständig erloschen ist.

Für die Behandlung ist in der übergroßen Mehrzahl der Fälle nur eine einzige Behandlung erforderlich.

Unmittelbar nach der letzten Zigarrette beginnt die körperliche Regeneration.  Folgende Veränderungen lassen sich nachweisen:

Dauer des Nichtrauchens
Körperliche Veränderungen / Regeneration
20 Minuten
Blutdruck und Puls sinken auf normale Werte; die Körper-temperatur von Händen und Füßen steigt auf normale Werte.
8 Stunden
Der Kohlenstoffmonoxidspiegel im Blut sinkt und der  Sauerstoffspiegel steigt auf normale Werte.
1 Tag
Herzinfarktrisiko vermindert sich.
2 Tage
Die Nervenenden beginnen sich zu regenerieren, Geruchs- und  Geschmacksnerven arbeiten verstärkt.
2 - 12 Wochen
Der Blutkreislauf stabilisiert sich, die Lungenfunktion  verbessert sich um bis zu 30%.
1 - 9 Monate
Verminderung von Hustenanfällen, der Verstopfung der  Nasennebenhöhlen, der Abgespanntheit und der  Kurzatmigkeit. 
Allgemeine Reinigung der Lunge durch Aufbau des  Flimmerepithels und verstärkter Schleimabbau.
Verringerung der Infektionsgefahr.
1 Jahr
Das zusätzliche Risiko einer Koronarinsuffiz vermindert sich  (verglichen mit einem Raucher) um 50 Prozent.
5 Jahre
Das Lungenkrebs-Todesrisiko des ehemaligen Durchschnitt-rauchers (1 Schachtel pro Tag) verringert sich um  fast 50 Prozent. Das Herzinfarkt-Risiko verringert sich in einem Zeitraum von 5 bis10 Jahren auf das eines Nichtrauchers. Das  Krebsrisiko von Mund, Luft- und Speiseröhre verringert sich  auf die Hälfte des Risikos eines Rauchers.
10 Jahre
Das Lungenkrebsrisiko hat sich auf das eines Nichtrauchers  verringert. Das Krebsrisiko von Mund, Luft- und Speiseröhre,  Harnblase, Nieren und Bauchspeicheldrüse sinkt weiter.
12 Jahre
Das Risiko einer Koronarinsuffiziens ist so hoch wie das eines  Nichtrauchers.

Nachfolgend finden Sie einige interessante Artikel und Studien zum Rauchen.