Die Hypnose feiert ein furioses Comeback in der Medizin, berichtet die Zeitschrift WOMAN in ihrer neuen Ausgabe (Erscheinungstermin 6. April 2004).
Hypnose ist ein Multitalent: Sie kann Warzen entfernen, Heuschnupfen oder Kopfschmerzen lindern, Reizdarm und Neurodermitis heilen - und tatsächlich die Sucht nach Zigaretten nehmen. Nach einer jüngst abgeschlossenen Studie der Uni Tübingen, in der mehr als 200 empirische Untersuchungen ausgewertet wurden, liegt die Heilungsquote der Hypnose zwischen 60 und 70 Prozent. Damit glänzt sie im Vergleich zu anderen Methoden. "Mit drei Sitzungen kann man unter Umständen jemanden von seiner Nikotinsucht befreien. Bei Schlafstörungen sind meist sechs Stunden nötig", so Prof. Dirk Revenstorf, Leiter der Studie, in WOMAN.
Beispiel Rauchstopp: Nach einer Hypnotherapie waren drei Monate später stolze 65 Prozent konsequent geblieben, nach einem Jahr 45 Prozent. Andere Methoden schaffen das kaum: Nach einer Verhaltenstherapie zum Beispiel hielten sich nach einem Monat noch 25 Prozent an ihre Vorsätze, nach einem Jahr nur noch 17 Prozent. Am effektivsten wirkt Hypnose bei Leiden, deren Ursache psychisch ist, z. B. bei Darmproblemen: In 30 - 50 Prozent der Fälle lassen Schmerzen, Blähungen oder Durchfall nach. Erfolge gibt es auch bei Asthma, Allergien, Neurodermitis, Bluthochdruck, Tinnitus, Regelschmerzen, Chemotherapie, ADS, Adipositas, Depressionen. Und bei Herpes. Die Heilungsquote mit Hypnose: 65 Prozent.
(Diese Meldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. ots Originaltext: WOMAN.)