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Allergien

Die Anzahl von Menschen mit Allergien wächst weltweit stark an. Alleine in Deutschland sollen es  rund 25 Millionen sein, in den westlichen Industrienationen durchschnittlich jeder Dritte.

Ähnlich wie die Fettleibigkeit treten die Allergien als eine moderne Epidemie auf. Mit der  Industrialisierung des Landes steigt der Prozentsatz der Betroffenen. Die entlegenen Gebiete von  Südamerika, Afrika und Afrika in entlegenen Gebieten treten diese Überempfindlichkeiten kaum  auf. 

Dass die Zahl der Allergien zugenommen hat, können viele Menschen aus der eigenen Erfahrung  sagen. Wer heute älter als 40 Jahre ist, erinnert sich wohl kaum an Gespräche über  Nahrungsmittelallergien in der eigenen Schulzeit. Heute leiden 6 Prozent aller Kinder daran. die  Zahl der Menschen mit einer zuweilen tödlichen Allergie gegen Erdnüsse hat sich in den USA  zwischen 1997 und 2002 verdoppelt. 

Zu den wichtigsten Allergenen gehören: Pollen, Hausstaubmilben, Milben, Schimmelpilze,  Nahrungsmittel wie Nüsse, Erdbeeren oder Soja, aber auch Latex, Arzneimittel, stechende  Insekten und viele andere Substanzen auf die der Körper reagieren und überreagieren kann. 

Die Symptome von Allergien wie Niesen, Keuchen, Jucken und Ausschläge sind Anzeichen für den  Amoklauf eines Immunsystems, des Immunsystems, das Eindringlinge angreift,  die eigentlich  keine Bedrohung darstellen. 

Entwicklung einer Allergie

Der Körper wird mit einem Protein konfrontiert, das aus einer an sich harmlosen Quelle stammt. Es  kann Hausstaub sein oder ein Stück Nuss- Schokolade. Aus nicht genau geklärter Ursache  betrachtete der Körper den betreffenden Stoff als Bedrohung. Beim ersten Mal entstehen noch  keine Symptome, doch der Körper erinnert sich und bereitet sich vor. Bei der ersten Begegnung  regt das Immunsystem die Bildung von Antikörpern an. Diese Antikörper sind dafür verantwortlich,  dass bei einer erneuten Begegnung mit dem Allergen – die vielleicht erst Monate erfolgt - der  Körper chemische Stoffe aussendet, die Entzündungen auslösen, Juckreiz verursachen, Drüsen  zur Schleimproduktion reizen und die Nase zu schwellen lassen. Wenn der Betroffene dem  Allergen wiederholt ausgesetzt ist, kann diese Reaktion chronisch werden.

Bestimmte Zellen des Immunsystems (die T- Zellen) erinnern sich an die Attacke durch das  Allergen und sorgen dafür, dass ein Teil des Körpers ständig entzündet bleibt. Häufig werden das  Allergen und das Immunsystem einander immer feindlicher, die Reaktion schaukelt sich auf. Bei  Lebensmittelallergien verläuft dieser Prozess noch viel schneller. 

Ursache der Allergien

Die häufig zitierte Annahme, dass die Erbsubstanz des Menschen hauptverantwortlich ist, ist sehr  umstritten. Die Zunahme der Allergien ist allein durch die Genetik nicht zu erklären. Der Genpool  kann sich nicht in so kurzer Zeit so drastisch verändern. 

Es gilt als immer sicherer, dass Allergien eine Folge von Veränderungen der Ernährung und der  Umwelt sind. 

Als erwiesene Risiken gelten: weniger frisches Obst und Gemüse, mehr behandelte Lebensmittel,  eine geringere Zufuhr an bestimmten Mineralstoffen. Auch die zunehmende Verwendung von  Antibiotika könnte ein Grund für die Zunahme von Allergien sein. Es scheint ein Zusammenhang  zwischen dem Vorkommen bestimmter Bakterien/Verdauungstrakt und der Anfälligkeit für Allergien  zu geben. Forscher gehen davon aus, dass die übermäßige Anwendung von Antibiotika bestimmte  Allergie unterdrückende Teile der Darmflora stört. 

Umweltgifte sind ebenfalls stark verdächtig, Allergien zu fördern. Um ein Beispiel zu nennen, Kinder  können in der Nähe viel befahrener Straßen aufwachsen und die Dieselabgase der LKWs einatmen,  sind gegenüber solchen Allergenen, auf die sie ohnehin schon reagieren, noch empfindlicher. 

Wie nachfolgend noch gezeigt werden wird, gibt es jedoch neben den genannten "äußeren"  Faktoren auch "innere" Faktoren bei der Allergieentstehung. Die Psyche spielt bei der Auslösung  von Allergien häufig eine sehr wichtige Rolle.

Das folgende Gesetz "Law of Minutes", (korrekte Deutsche Übersetzung ist mir nicht bekannt) ist  ein Grundfeiler der Homöopathe. Es zeigt, dass der Körper bei Langzeitexposition einer Substanz  eine Immunität dieser Substanz gegenüber entwickelt. Auf diesem Hintergrund wird deutlich, dass  zu der körperlichen Exposition für die Entwicklung einer Unverträglichkeit oder Allergie in aller  Regel erforderlich ist, dass die Symptome einen Zweck erfüllen.

Schulmedizinisch wird eine Allergie häufig durch Desensibilisierung behandelt. Bei dieser folgenden  Immuntherapie wird versucht, die Reaktion der T-Zellen so zu verändern, dass sie keine  allergischen Symptome mehr hervorruft, wenn das Allergen erneut auftritt. Die wirksamste  schulmedizinische Methode besteht zurzeit darin, über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren jede  Woche immer größere Mengen der betroffenen Substanz zu injizieren.

Allergiebehandlung mit Hypnose

Allergiebehandlungen der Schulmedizin sind langwierig und bewirken trotzdem keine vollständige  Heilung. Das liegt meines Erachtens daran, dass die Ursachen nicht behandelt werden. 

Welches Verständnis der Krankheitsentstehung hat die Hypnosetherapie? Es ist bekannt, dass  durch die zunehmende Umweltbelastung die Allergien immer häufiger auftreten, so dass bis weilen  schon fast von einer "neuen Volkskrankheit" gesprochen wird. Wenn Ein Elternteil von Ihnen an  einer Allergie leidet, besteht eine statistische Wahrscheinlichkeit von 50%, dass Sie ebenfalls eine  Allergie bekommen. von Haben beide Eltern eine Allergie, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie  ebenfalls eine Allergie bekommen noch viel höher. Es ist somit unbestreitbar, dass Erbe und  Umwelt bei der Entstehung von Allergien eine Rolle spielen. 

Wie kommt es jedoch zum Ausbruch einer Allergie?
Zum Ausbruch der Allergie im Moment des Kontaktes mit dem Allergen kommt es jedoch immer  erst auf dem Hintergrund einer (oft unbewussten) emotionalen Konfliktsituation. Diese führt zu einer  Verminderung der Regulations-  bzw. Kompensationsfähigkeit des Körpers und damit zum  Ausbruch der Symptomatik. 

Der hypnotherapeutische Ansatz bei der Allergiebehandlung besteht dementsprechend darin, den  emotionalen Konflikt, der zum Ausbruch der Erkrankung führte, aufzudecken und zu bearbeiten.  Die Regulationsfähigkeit des Körpers stellt sich wieder ein, die Symptomatik löst sich auf. Die  Allergie ist (in aller Regel) geheilt. 

Eine andere praxisbewährte Behandlungsstrategie besteht darin, das Unterbewusstsein mit  geeigneten Methoden über die Ungefährlichkeit des betreffenden Allergens zu "unterrichten". In  einer Sitzung wird dabei gewöhnlich auch nur eine Allergie behandelt. Wenn zwei bis drei Allergien  behandelt werden sollen, können diese Sitzungen gegebenenfalls an einem Tag durchgeführt  werden.

Bei multiplen Allergien ist der komplexere, aufarbeitende Therapieansatz empfehlenswert.

Ergänzen möchte ich , dass aufgrund des genannten Hintergrundes auch immer an eine Ausleitung  der Umweltgifte empfehlenswert ist, da diese eine Belastung des Körpers darstellen und  letztendlich auch andere Erkrankungen auslösen kann.  

Studie: Selbsthypnose gegen Allergien und Heuschnupfen

Wissenschafter der Universität Basel zeigten in einer Studie, dass Selbsthhypnose erfolgreich  gegen Heuschnupfen eingesetzt werden kann. Im Rahmen der Studie lehrten sie 66 Personen mit  Heuschnupfen Hypnosetechniken, mit denen Symptome wie das Rinnen der Nase verringert  werden konnten. Die verschriebenen Medikamente wurden weiter eingenommen, aufgrund der  Selbsthypnose konnte die Medikamentendosis jedoch verringert werden.
Quelle: Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Psychotherapy and  Psychosomatics publiziert.